Heidenau – Troisdorf – Leuven – Burg Vogelsang – Ahrtal – und zurück
Die Städtepartnerschaftsvereine Heidenau und Troisdorf unterwegs
Vier spannende und anregende Tage liegen hinter beiden Partnerschaftsvereinen. Gemeinsam gab es mehrere Ausflüge in der Region. Dieses Mal waren die Heidenauer wieder zu Gast im Rheinland. Seit 1990 besuchen sich in jedem Jahr Bürgerinnen und Bürger aus beiden Städten zum gemeinsamen Austausch und bei der Freizeitgestaltung.
Den Auftakt machte am vergangenen Freitagabend Bürgermeister Alexander Biber im Rathaus in Troisdorf, wo er die Gruppe aus Heidenau nach einer mehr als siebenstündigen Busfahrt herzlich begrüßte. Der erste Bürger der Stadt wünschte allen Gästen und den Gastgebern aus Troisdorf eine gute Zeit in unserer Region mit vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen. Trotz der heißen Temperaturen sahen alle begleitet von den guten Wünschen von Bürgermeister Biber den kommenden Tagen mit einer gespannten Erwartung entgegen.
Am Samstag gab es einen Ausflug nach Leuven in Belgien. Zunächst eine Stadtführung und dann die Erkundung einer der schönsten Städte Flanderns auf eigene Faust. Dazu auch belgische Fritten und vielleicht ein kaltes, belgisches Bier. Im zweiten Teil des Tages gab es dann in der Partnerstadt von Troisdorf, in Genk, eine Führung durch das ehemalige Kohlebergwerk dort. Den Abend verbrachten alle wieder in den Gastfamilien oder mit Freunden in der Innenstadt von Troisdorf.
Mit den langen Schatten der Vergangenheit beschäftigten sich beide Städtepartnerschaftsvereine am Sonntag im NS-Dokumentationszentrum Vogelsang in der Eifel. Hier in der NS-Ordensburg Vogelsang plante die NS-Diktatur die Ausbildung ihres Führungsnachwuchses. Der von ihr selbst vom Zaun gebrochene Zweite Weltkrieg beendete diese Pläne allerdings recht schnell. Das zwölfjährige Reich, ursprünglich auf tausend Jahre angelegt, benötigte sehr bald niemanden mehr zur Verwaltung der angestrebten Weltherrschaft. Die britische Armee bezog Burg Vogelsang nach dem Ende des Krieges und richtete hier einen Truppenübungsplatz ein. Diesen übergab sie einige Jahre später an die belgischen Streitkräfte in Deutschland.
Der letzte Tag war für einen Ausflug in das Ahrtal vorgesehen. Zunächst stand die Besichtigung des Museums Römervilla im Ahrtal im Programm. Ein Sensationsfund aus dem Jahr 1980 oberhalb der heutigen Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Römer brachten nicht nur ihre Legionen in das Rheintal, sondern sie nahmen auch Weinreben mit. Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Der zweite Teil des Tages fand dann in logischer Konsequenz mit einer Weinprobe in der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr E.G. seinen Abschluß.
Die Rückfahrt in Richtung Dresden erfolgte am Dienstag. Pläne für den Besuch einer Gruppe aus Troisdorf im nächsten Jahr in der Partnerstadt an der Elbe wurden natürlich bereits angedacht. An einem Tag wird sicherlich eine der beiden Partnerstädte von Heidenau in Polen oder in der Tschechischen Republik besucht werden. Auch liegt der Spreewald in Reichweite von Heidenau. Bis dahin wird aber noch viel geplant und es fließt noch viel Wasser den Rhein und die Elbe hinab, bis das Besuchsprogramm stehen wird.




